Dienstag, 8. September 2015

Produkttest Nr. 627 Gute Schwester





















Firma: Gebrüder Wohlgemuth Spirituosen GbR

Produktart: Getränke / Lebensmittel


Lieferzeit: 
Die Lieferung der Testprodukte von der Guten Schwester erfolgte in einer angemessenen Zeit. Sie waren innerhalb weniger Tage bei mir weshalb ich für die Lieferzeit 3 von 4 Sternen vergeben kann.

Verpackung: 
Sie befanden sich in einem Karton verpackt, der für den Versand vollkommen ausreichend war. Er war zwar sehr schmal, aber beide Produkte passten hervorragend hinein und wurden nicht beschädigt. Deshalb gibt es dann auch hier 3 von 4 Sternen von mir.




























Zur Firma...
Habt ihr schon einmal etwas von der „Guten Schwester“ gehört? Nein? Nun, das habe ich vor diesem Produkttest auch nicht. Bei der Guten Schwester handelt es sich um eine Mazerationsspirituose, welche im Volksmund besser als Auf- oder Angesetzter bekannt ist. Mazeration nennt man ein Verfahren, bei dem die Früchte, Kräuter oder Beeren für einen bestimmten Zeitraum in Alkohol eingelegt werden. Das Destillat kann in dieser Zeit die Aromen und die Farbe der Früchte, Beeren oder Kräuter lösen. Dadurch nimmt er einen sortentypischen Geschmack an. In der Guten Schwester befinden sich Schlehen, Blutwurz und Chilischoten in getrockneter Form. Die Schlehe wird auch Prunus spinosa genannt. Die Schlehe zählt zum Steinobst und aus der Familie der Rosengewächse. Erkennen tut man sie an der blauen Farbe der Beeren. Im Mittelalter galt die Schlehe als besonderer Schutz gegen Dämonen und Hexen. Heute weiß man aber, dass sie auch magenstärkende und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. In der Guten Schwester schmeckt man die Schlehe durch den milden Fruchtsaft heraus. Sie hat ein leichtes Bittermandelaroma und die charakteristische rote Farbe. Die Blutwurz wird auch Potentilla erecta genannt. Im Schwarzwald wird diese als traditionelle Bitterspirituose getrunken. Dies geschieht oft nach einem üppigen Essen. Blutwurz ist der Ideengeber von Gute Schwester. Denn er ist auch eine Mazerationsspirituose. Durch diesen Inhaltsstoff wird dem Getränk eine angenehm herbe Note verliehen. Und zu guter Letzt noch die Chili, die sicherlich jeder von euch kennt. Sie stammt aus der Familie der Paprika und gibt der Guten Schwester eine gewisse Schärfe mit. Durch sie entsteht ein erfrischender, prickelnder Abschluss beim Trinken. Sie hat auch gute Eigenschaften auf die Verdauung und die Durchblutung. Die Ingredienzien werden bei der Gebrüder Wohlgemuth Spirituosen GbR über mehrere Wochen mazeriert und dann mit dem Hausdestillat zur Harmonie gebracht. Dadurch entsteht ein Zusammenspiel von fruchtiger Süße, dezenter Bitternote und einer belebenden Schärfe. Das Destillat besteht aus Weizenschrot und Gerstenmalz. Es entsteht in einer kleinen Hofbrennerei, welche sich mitten im Schwarzwald befindet. Diese besteht schon seit 1890 und wird mittlerweile in der fünften Generation betrieben. Das Getreide dafür kommt aus der Region. Durch die langsame, sorgfältige Destillation entsteht ein aromatischer Brand, der mit Quellwasser aus Graniteinschichten auf Trinkstärke gebracht wird. Man sollte die Gute Schwester am besten pur trinken. Und dies sollte bei einer Temperatur von 15 bis 18 Grad passieren. Man kann dieses Getränk auch super als Basis für Cocktails verwenden. Auch für Longdrinks könnt ihr sie verwenden. Auf der Internetseite von Gute Schwester findet ihr einige Kategorien, die viele Informationen über das Getränk geben. Es gibt außerdem eine Kategorie, in der ihr verschiedene Rezepte mit der Guten Schwester findet. Es gibt beispielsweise die „Tonic-Schwester“, für die man lediglich die Gute Schwester, Tonic Water und Orangenschalen benötigt. Außerdem gibt es noch „Schwester Mule“ und „Schwester Schwips (für Hugo-Freunde geeignet). Die Rezepte für diese beiden Getränke findet ihr natürlich auch auf der Internetseite. Wenn ihr nun wissen wollt, warum es die Gute Schwester überhaupt gibt und wie die Gebrüder Wohlgemuth zu ihr kamen, müsst ihr jetzt genau mitlesen. Nachdem die Gebrüder 10 Jahre lang eine Kornbrennerei betrieben hatten, überlegten sie sich bei einem Destillat mal einen Schritt weiter zu gehen. Die beiden schätzten eher klare Brände und deshalb hatten sie die Idee eine Spirituose zu kreieren, die ein sehr aromatisches Weizendestillat als auch die Süße eines Likörs haben sollte. Einige Versuche waren nötig, bis die Gute Schwester wirklich gut war. Die Entwicklungszeit dauerte ca. zwei Jahre und heute kann das Unternehmen behaupten, dass diese sehr erfolgreich war. Es entstand eine fruchtige Balance aus Säuren, dezenten Bitternoten, prickelnder Schärfe und einer abgerundeten Süße. Jede Flasche der Guten Schwester wird in hundertprozentiger Handarbeit in limitierten, nummerierten Chargen hergestellt. Außerdem geschieht das Abfüllen und Verkorken auch per Hand. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in St. Georgen.











Zu den Produkten...
Ich habe für meinen Test eine kleine Flasche der Guten Schwester erhalten und noch ein weiteres Produkt. Dabei handelt es sich um ein Gelee, was der Guten Schwester nachempfunden ist, aber dazu später mehr. Zuerst möchte ich euch das Getränk Gute Schwester ein bisschen näher bringen und euch erzählen, wie es mir geschmeckt hat. Vorab: Dieses Getränk ist erst ab 18 Jahren und darf deshalb nicht von Jugendlichen unter 18 Jahren getrunken werden. Die Flasche des Getränkes ist schon mal sehr ansehnlich gestaltet. Sie machte mich gleich neugierig auf ihren Inhalt und gab mir durch den Scherenschnitt auf dem Etikett ein nostalgisches Gefühl. Auch dass die Flasche einen Korken hat, finde ich sehr passend und schön im Gesamtbild.
























In meiner Test-Flasche der Guten Schwester befinden sich 0,2 L. Der Preis für eine Flasche mit diesem Inhalt beträgt im Online Shop von Gute Schwester 10,95 €. Diese Ansatzspirituose stammt aus dem Schwarzwald und besteht aus den drei besonderen Zutaten Chili, Blutwurz und Schlehe. Auf die 0,2 L kommt ein Alkoholgehalt von 25,4 %.

























Ich erzählte euch ja schon, dass diese Flasche einen Korken hat. Das finde ich einerseits wirklich cool und praktisch, denn so kann man die Flasche jederzeit wieder luftdicht verschließen. Allerdings passierte mir hier beim Öffnen der Flasche in kleines Missgeschick. Ich wollte den Korken aus der Flasche ziehen, aber er war leider innen schon so feucht, dass er in der Mitte auseinander brach. Ich weiß nicht, wie das passieren konnte. Vielleicht ist das Getränk durch den Korken gezogen oder ich habe die Flasche falsch geöffnet. Mit Hilfe eines kleinen Korkenziehers konnte ich aber den Rest des Korkens ohne Probleme heraus ziehen und dann ENDLICH die Gute Schwester genießen.

























Nun komme ich zu dem Geschmack des Getränks. Mein Freund und ich versuchten beide die Gute Schwester. Wir kamen zu dem gleichen Schluss und können beide vorab sagen, dass uns das Getränk sehr gut geschmeckt hat. Es schmeckt wie eine Art Likör, nur einfach viel schärfer, was wohl an der enthaltenen Chili liegt. Scharf ist die Gute Schwester wirklich, keine Frage. Aber anders als meinem Freund, gefällt mir diese gewisse Schärfe. Er mag scharf nicht ganz so sehr. Wir haben die Gute Schwester in kleinen Schnapsgläsern genossen und sie vorher ein wenig in den Kühlschrank gestellt. Also ich kann geschmacklich wirklich nicht meckern. Auch wenn dieser Geschmack für mich am Anfang völlig neu war, mag ich ihn sehr. Neben der 02 L-Flasche, gibt es im Shop auch noch eine 0,5 L-Flasche und eine Gute Schwester PLUS 0,5 L-Flasche.





































Das zweite Produkt, das Gute Schwester Gelee, möchte ich euch auch gerne zeigen. Dass es von der Guten Schwester auch ein Gelee gibt, finde ich klasse. Da mir der Geschmack der Guten Schwester als Getränk schon gut gefallen hat, konnte ich es gar nicht abwarten sie auch in Form eines Gelees zu probieren. Das Gelee befindet sich in einem herkömmlichen Gelee-Glas und auf dem weißem Deckel des Glases, sieht man wieder den Scherenschnitt der Guten Schwester. Außerdem steht dort auch der Name der beiden Brüder und woher das Gelee kommt, nämlich aus dem Schwarzwald. Auf dem Glas selbst steht nochmals der Name "Gute Schwester".
























Die Gute Schwester ist der Meinung, dass nichts weg kommen soll. Deshalb werden auch die Ansatzschlehen verarbeitet und das zu einem einzigartigen, leckeren Gelee, dem Gute Schwester Gelee. In einem Glas befinden sich 280 Gramm Schlehengelee. Enthalten sind in Weizenspirituose mazerierte Schlehen, Gelierzucker und Quellwasser. Die 280 Gramm des Gelees kosten im Shop 4,95 €.


























Das Gelee selbst hat auch eine dunkle, rote Farbe. Es hat eine recht flüssige Konsistenz, die ich von anderen Gelees so nicht kenne. Nachdem ich das Gelee aber in den Kühlschrank stellte, wurde es ein bisschen fester und geleeartiger. Es roch nach dem ersten Öffnen schon ähnlich wie die Gute Schwester als Getränk. Das Gelee an sich schmeckt nicht zu süß und hat eine herbe Note, die ich aber gar nicht so schlecht finde. Für Süßmäuler, die auf zuckersüßes Gelee stehen, ist dieses Gelee vielleicht nicht das Optimale. Aber ich mag es.






















Das Gelee so wie das Getränk der Guten Schwester finde ich toll. Geschmacklich sind die beiden Produkte sehr lecker, auch wenn ich die Geschmäcker so vorher noch gar nicht kannte. Mir gefällt das Getränk der Guten Schwester allerdings doch ein wenig besser, als das Gelee. Die Flasche der Guten Schwester ist auch schon fast leer getrunken, da wir sie auch an unsere Freunde verteilt haben. Diese waren geteilter Meinung. Manchen schmeckte die Gute Schwester sehr gut, anderen eher weniger. Das ist totale Geschmackssache, wie ich finde. Preislich finde ich die Produkte der Guten Schwester auch in einem angemessenen Rahmen.








Ich bedanke mich sehr bei der Guten Schwester für diesen wirklich tollen und leckeren Produkttest. 

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